Meine Bewerbung als Direktkandidatin im Stimmkreis Augsburg-Stadt-Ost

Liebe Freundinnen und Freunde,

Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt.

Dieser grüne Plakatspruch aus den achtziger Jahren, macht meine persönliche Motivation mich politisch zu engagieren am besten deutlich und bringt das Grüne Credo der Nachhaltigkeit auf den Punkt. Auf die Frage, in was

für einer Welt wir leben wollen, haben wir Grüne eine klare Antwort:

Eine Welt, die auch noch für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswert ist. Für dieses Kernziel der Grünen kämpfe ich mit vollem Einsatz!

Die unverantwortliche Aufkündigung des Atomausstiegs-kompromisses 2010 und die damit verbundenen Laufzeit-verlängerungen der deutschen AKWs gaben mir den letzten Impuls auch Grünes Mitglied zu werden. Es ist für mich ein Unding, dass in unserem Umkreis in Gundremmingen ein Siedewasserreaktor weiter laufen darf, der eine Gefahr für Leib und Leben darstellt und radioaktiven Müll produziert, den wir den nachfolgenden Generationen einfach aufbürden.

Wir müssen alle AKWs sicher abschalten, raus aus der dreckigen Kohleverstromung und hin zu 100% Erneuerbaren! In Bayern wird dieses Projekt von der CSU konsequent ausgebremst und wichtige Innovationen in der Speichertechnik bleiben dadurch auf der Strecke. Es ist unglaublich, dass unter dem Vorwand der Versorgungssicherheit von einigen Unbelehrbaren sogar eine wiederholte Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke gefordert wird.

Nur mit starken Grünen in Bayern gelingt es uns, die Energiewende wieder auf die richtige Spur zu bringen. Dafür setze ich mich ein.

Obwohl fast täglich die Auswirkungen der globalen Klimaüberhitzung greifbarer und offensichtlicher werden, steht die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens noch am Anfang und wird durch einen Klimawandel-Leugner wie Trump noch schwieriger. Auch unsere angebliche Klima-Kanzlerin macht an vielen Stellen nur Symbolpolitik. Deswegen braucht es uns Grüne als starke Stimme für den Klimaschutz mehr denn je! Denn wir sind die letzte Generation, die noch etwas dafür tun kann das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Wir müssen jetzt alles daran setzen, diese globale Herausforderung zu meistern, und vor Ort den Klimaschutz voranbringen.

Der zweite für mich essentielle Baustein für echte Zukunftsfähigkeit ist die Verkehrswende. Ich erlebe in Augsburg bei der Umsetzung unseres Fahrradstadtprojektes immer wieder den Kampf um jeden wegfallenden Parkplatz. Oft wird uns auch Autofeindlichkeit vorgeworfen. Dabei ist gerade die Staatsregierung durch ihre Nähe zur Autoindustrie Teil des Problems! Und im Umgang mit dem Dieselskandal hat sich eindrucksvoll gezeigt, dass hier nicht die Rechte und die Gesundheit der Verbraucher*innen im Vordergrund stehen. Unser Ziel dagegen ist umweltfreundliche und damit au

ch gesundheitsschonende vernetzte Mobilität für alle anzubieten, sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich. Die Elektromobilität kann dabei nur ein Baustein sein, denn am Ende müssen weniger Autos auf den Straßen unterwegs sein. Das lässt sich nur durch einen konsequenten Ausbau und eine deutliche Vergünstigung des ÖPNV erreichen. Die Anbindung des Umlandes über die Schiene muss durch einen echten S-Bahn-Takt so bequem sein, dass das Auto stehen bleibt. Auch für den Logistikbereich braucht es umweltverträgliche Lösungen über einen Kombiverkehr aus Schiene und CO2-neutraler Auslieferung zum Endkunden.

In den letzten drei Jahren als Stadträtin bin ich immer wieder an die Grenze dessen gestoßen, was auf kommunaler Ebene gestaltet werden kann. Besonders bei der Frage der kommunalen Finanzen ist die Abhängigkeit von den höheren Ebenen enorm. Die Kommunen werden bei den drängenden Zukunftsaufgaben viel zu oft im Regen stehen gelassen. Dabei mangelt es nicht an Geld. Es wird nur an der falschen Stelle ausgegeben und die kommunale Ebene mit zusätzlichen Aufgaben überfrachtet und kaputt gespart.

Ich möchte mich auf Landesebene dafür einsetzen, dass der Sanierungsstau der öffentlichen Infrastruktur sukzessive aufgelöst wird, dass sozial geförderter Wohnungsbau von Landesseite wieder stärker gefördert und dabei auf Energieeffizienz und einen nachhaltigen Umgang mit unseren knappen Ressourcen, auch beim Flächenverbrauch geachtet wird.

Die öffentlichen Debatten im zurückliegenden Wahlkampf waren vor allem geprägt von Angst vor unkontrollierbarer Veränderung. Angst ist aber kein guter Ratgeber. Es braucht vielmehr Mut, Mut für seine Überzeugungen einzustehen und Dinge nicht einfach laufen zu lassen, sondern aktiv mitzugestalten. Im Landtagswahlkampf werden wir es mit einer geschwächten, aber deshalb nicht weniger aggressiven CSU zu tun bekommen, die jetzt die rechte Flanke schließen will, statt sich um sozialen Ausgleich zu bemühen. Und wir werden es mit einer massiv und aggressiv populistisch auftretenden AfD zu tun haben. Statt Mauern in und um uns zu errichten, kämpfe ich auf jeden Fall an der Seite von Geflüchteten und allen sozial Benachteiligten für eine offene Gesellschaft und echte Chancengerechtigkeit!

Ich möchte mich im Landtag für meine Heimatstadt Augsburg, für Schwaben, aber auch für die kommenden Generationen für ein Grünes Bayern und für eine bessere und gerechtere Welt einsetzen.

Das ist mein Kompass an dem ich meine Politik ausrichte. Zukunftsorientiert, progressiv und mutig!

Ich bitte Euch dafür um Eure Unterstützung!

Herzliche Grüße

Stephie